Ein großer Vorteil des Schweizer Nationalteams und weiterer etwa 95% aller Nationalteams dieser Welt ist, dass die elf besten Spieler des Landes im Team spielen. Das kann man von unserem Team bei Gott nicht behaupten, denn derzeit ist der Egotrip des Teamchefs noch ein wenig mehr wert als die Bauernregel, dass es gerade im Nationalteam auf die beste Tagesverfassung ankommt. Es ist beschämend 90 Minuten Garics auf der rechten Abwehrseite aushalten zu müssen und am nächsten Tag in einer großen Tageszeitung lesen muss, dass seine Leistung "durchschnittlich" und nicht "schlecht" war, weil er eine (!) Vorarbeit zu einer (vergebenen) Torchance lieferte. Christian Fuchs spielt bei Mattersburg gute Partien im Mittelfeld, im Team muss er auf einer völlig anderen Position ran und spielte dort seit seinem ersten Länderspiel kostant fürchterliche Partien. Wieso zwingt man einem talentierten Spieler wie Fuchs eine solche Position auf, wenn er eine andere viel besser spielen könnte?
Kuljic netzt und netzt und netzt. Allerdings nur bei der Austria, im Team blockiert offenbar eine mentale Barriere seinen Killerinstinkt. Das Ergebnis ist, dass Österreichs Stürmer nicht treffen. Ein nicht erstligatauglicher Kienast und ein halbfitter Harnik werden eingewechselt, während Linz sich in der portugiesischen Herbstsonne über den Teamchef ärgern muss. Wäre ich der Führende der heimischen Torschützenliste, Mario Haas, würde ich Gefahr laufen, zu Hause vor dem Fernseher zum frustbedingten Alkoholiker zu werden. Wieso dürfen in unserem Nationalteam nicht die Besten spielen? Ist das nicht eigentlich der Sinn eines Nationalteams?
(c) Daniel Mandl
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Dienstag, 16. Oktober 2007
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